Projekt "Professionelles Handeln in der Interaktion"

Teilprojekt: Multimodale Analyse de-facto-didaktischer Bearbeitungsverfahren

Bearbeiter: Dr. Reinhold Schmitt Im Teilprojekt werden ein anwendungsbezogener und ein grundlagenwissenschaftlicher Schwerpunkt bearbeitet. Zum einen führt das Projekt die Kooperation mit der Carl-Benz-Schule in Mannheim fort. Noch bis Ende 2014 geht es in diesem Schwerpunkt um die gemeinsame videobasierte Unterrichtsanalyse (s. Bericht von Fabian Busch, "Unterricht durch die Linse", im Mannheimer Morgen, 31.1.2012, und Themenheft von "Deutsche Sprache": "Analytische Perspektiven auf Interaktion") mit dokumentierten Lehrer/innen, um deren Einzel-Coaching sowie die Entwicklung einer kollektionsbasierten Lehr- und Lern-DVD für die Lehrerausbildung. Zum anderen stehen die Lehrer/innen in ihrer multimodalen Präsenz als institutionelle Ausbilder und de-facto-didaktisch Handelnde im analytischen Fokus. In diesem Schwerpunkt geht es unter anderem um:
  • Die multimodale Reproduktion und Symbolisierung institutioneller Relevanzen und Ordnungsstrukturen.
  • Das Verhältnis von Individual- und Kollektivorientierung als strukturelle Anforde-rung an Lehrer/innen bei der Wissensvermittlung und Beziehungsgestaltung.
  • Die Implikationen der dyadischen Beziehungskonstitution im Rahmen der etablier-ten Wahrnehmungswahrnehmungs-Struktur im Klassenraum.
  • Die Nutzung des Raumes als interaktive Ressource durch die Lehrer/innen.
  • Der Unterrichtsraum als sozialtopografisches Territorium und seine interaktionsar-chitektonische "Herrichtung".
Zentrale Vorarbeiten:Die raumbezogenen Aspekte des situativen Handelns der Lehrer/innen werden in enger Kooperation mit Heiko Hausendorf von der Universität Zürich (UZH) und dem dortigen Universitären Forschungsschwerpunkt (UFSP) "Sprache und Raum" durchgeführt. Neben der gemeinsamen Konzeptentwicklung geht es im Zusammenhang mit dem Aufbau eines linguistischen Videolabors vor allem auch um innovative Methodenentwicklung im Bereich der softwaregestützten Auswertung von Videoaufnahmen. Ein Ergebnis des Workshops "Interaktionsraum und gebauter Raum. Implikationen von Architektur für Interaktion (Interaktionsarchitektur I)", der am 25. und 26. März 2013 an der UZH stattfand, ist das Arbeitspapier "Interaktionsarchitektur und Sozialtopografie. Umrisse einer raumlinguistischen Programmatik" von Heiko Hausendorf und Reinhold Schmitt. Die darin ausgeführten theoretischen und methodischen Überlegungen dienen neben der Skizzierung einer linguistischen/interaktionistischen Raumanalyse auch der Vorbereitung des Folgeworkshops im November 2013. In Vorbereitung befindet sich ein systematischer Band zur "Interaktionsarchitektur". Kontakt: Dr. Reinhold Schmitt, reinhold.schmitt(at)ids-mannheim.de