Projekt „Soziale Interaktion mit Sprachassistenten"

Projektleiterin: Dr. Henrike Helmer

Projektteam: Dr. Mathias Barthel, Dr. Henrike Helmer, Dr. Silke Reineke

Sprachassistenten wie Amazon Echo/Alexa, Google Home, Siri und sprachgesteuerte Assistenten in Autos sind heutzutage ein relevanter Bestandteil alltäglichen Sprechens und Handelns. Im Projekt untersuchen wir die Interaktion von Menschen mit Sprachassistenten im privaten Umfeld. Im Fokus stehen dabei die Art und Ausgestaltung (action formation) spezifischer sprachlicher Handlungen in der Interaktion mit Sprachassistenten – etwa Instruktionen und Fragen. Außerdem betrachten wir die (mikro-)longitudinale Ausbildung sprachlicher Routinen, etwa wenn sich lokale Reformulierungen nach nicht erfolgreichen Instruktionen der Sprachassistenten hin zu routineartigen Instruktionen entwickeln, die zur gewünschten Ausführung führen.

Ein weiterer zentraler Forschungsgegenstand des Projektes sind Handlungs- und Intentionszuschreibungen an Sprachassistenten. Solche Zuschreibungen können Aufschluss geben darüber, ob und wie die Maschinen als eine Art ‚sozialer Akteur‘ behandelt werden. Veränderungen solcher Zuschreibungen und im recipient design der sprachlichen Handlungen können auch darüber Aufschluss geben, wie sich das Konzept, das Interagierende von den Sprachassistenten haben, im Laufe der Interaktionsgeschichte wandelt.

Wir untersuchen diese Fragestellungen mit Verfahren der Interaktionalen Linguistik, der Konversationsanalyse und der multimodalen Interaktionsanalyse und verbinden diese im Rahmen eines mixed-methods-Ansatzes mit korpuslinguistischen und quantitativen Auswertungen.