Projekt „Digitaler Alltag im Alter: Neue Technologien und Medien in der sozialen Interaktion älterer TeilnehmerInnen (DigiLife)“

Projektleiterin: Prof. Dr. Florence Oloff
Projektmitarbeiterin: Helena Konstanze Budde
Studentische Hilfskräfte: Bennett Schwedt, Leonie Raffoul
Das Projekt „Digitaler Alltag im Alter: Neue Technologien und Medien in der sozialen Interaktion älterer Teilnehmer:innen (DigiLife)“ wird von der Leibniz-Gemeinschaft im Rahmen des „Leibniz-Professorinnenprogramms“ gefördert (Laufzeit 2022-2026). Es nimmt Bezug auf zwei wichtige gesellschaftliche Entwicklungen, die zunehmende Alterung der Bevölkerung und die fortschreitende Digitalisierung des Alltags. Mithilfe von Videoaufnahmen und teilnehmender Beobachtung werden die digitalen Kompetenzen und Praktiken älterer Teilnehmer:innen in Bezug auf digitale Alltagstechnologien (Smartphones, Tablets, Computer) mikroanalytisch untersucht.
Um die situierte Technologienutzung in alltäglichen und institutionellen Settings konversationsanalytisch und multimodal analysieren zu können, werden in Deutschland und Tschechien Videodaten in drei komplementären sozialen Kontexten erhoben (Verkaufsgespräche, Erwachsenenbildung, Privatgespräche). Das Projekt DigiLife soll unter anderem folgende Fragen beantworten:
- Wie werden ältere Menschen bei Beratungs- und Verkaufsgesprächen sowie im Rahmen öffentlicher Bildungsangebote von ExpertInnen über Alltagstechnologien informiert und instruiert? Welche spezifischen Interessen oder Verständnisprobleme in Bezug auf neue Technologien treten hierbei zutage?
- Welche Rolle spielen digitale Endgeräte und Medien für das soziale Leben und die Kommunikationsgewohnheiten älterer Menschen? Wie tauschen sich ältere TeilnehmerInnen untereinander oder im Rahmen intergenerationneller Gespräche über neue Technologien und digitale Kompetenzen aus?
- Was zeigt der Vergleich der verschiedenen Datenerhebungskontexte und der beiden Sprachen in Hinblick auf verschiedene Formen von Expertise und Wissensvermittlung? Welche spezifischen sprachlichen oder praxeologischen Merkmale des Technologiegebrauchs, welche möglichen soziokulturellen Unterschiede in der technologiegestützten Kommunikation können identifiziert werden?
Das Projekt DigiLife kooperiert u.a. mit ForscherInnen der Universitäten Freiburg, Münster, Oulu, Zürich, der WU Wien sowie des Instituts für Tschechische Sprache in Prag. Zudem erhält eine Doktorandin die Möglichkeit, im Rahmen des Projektes zu promovieren.
Ansprechpartnerin: Prof. Dr. Florence Oloff, oloff(at)ids-mannheim.de
Weitere Informationen und Dokumente:
- DigiLife-Projektbroschüre (PDF-Datei zum Download)
- DigiLife-Flyer (für neue StudienteilnehmerInnen, Version 1, PDF-Datei)
- DigiLife-Flyer (für neue StudienteilnehmerInnen, Version 2, PDF-Datei)
- Fragebogen (nur für TeilnehmerInnen einer laufenden Datenerhebung)
- Projektrelevante Publikationen:
- Råman, J. & Oloff, F. (2022). Mobilising assistance via complaints in digital skills courses for adults. Seppälä, T., S. Lesonen, P. Iikkanen S. S. D’hondt (eds.). Kieli, muutos ja yhteiskunta – Language, Change and Society. AFinLAn vuosikirja 2022. Suomen soveltavan kielitieteen yhdistyksen julkaisuja n:o 79. Jyväskylä: 234–260. PDF
- Oloff, F. (2021). New technologies – new social conduct? A sequential and multimodal approach to smartphone use in face-to-face interaction. Bulletin VALS-ASLA. Special issue, vol. 1: 13-34. PDF