Abteilung

Lexik

Forschungsgegenstand der Abteilung "Lexik" ist der lexikalische Bestand des Deutschen der Gegenwart und seiner jüngeren Geschichte. Er wird auf der Basis umfänglicher empirischer, meist korpuslinguistischer Erhebungen analysiert und beschrieben sowie zum Gegenstand linguistischer Theoriebildung gemacht. Die Forschung findet in den drei Programmbereichen Lexikographie und Sprachdokumentation, Lexikalische Syntagmatik und Lexik empirisch und digital statt. Das abteilungsübergreifend angelegte Netzwerk zur „Dynamik des Lexikons“ (angesiedelt im PB „Lexik empirisch und digital“) ergänzt die Arbeiten der einzelnen Programmbereiche.

Die Abteilung ist außerdem verantwortlich für die Organisation und Durchführung des XX. EURALEX International Congress vom 12.-16. Juli 2022 in Mannheim. 

© Andreas Scholz, www.a-shots.de

Programmbereiche

Lexikographie und Sprachdokumentation

Leitung: Dr. Annette Klosa-Kückelhaus

Im Programmbereich "Lexikographie und Sprachdokumentation" sind solche Projekte der Abteilung Lexik zusammengefasst, die Sprachdokumentationen primär in Form elektronischer Wörterbücher in den Portalen des Programmbereichs Lexik empirisch und digital (OWID, OWIDplus, Lehnwortportal), aber auch in gedruckter Form der (Fach-)Öffentlichkeit zur Verfügung stellen. Die Projekte betreiben dabei auch lexikologische und metalexikographische Forschung. Im Zentrum stehen Wörterbücher, die korpusbasiert zu ausgewählten Wortschatzbereichen des Gegenwartsdeutschen erstellt werden (Paronymwörterbuch, Neologismenwörterbuch und in Kooperation mit der Abteilung Pragmatik das Wörterbuch des gesprochenen Deutsch). Des Weiteren werden lexikographische Ressourcen zum lexikalischen Sprachkontakt und zur jüngeren Sprachgeschichte bereitgestellt (Fremdwörterbuch, Deutsche Lehnwörter in anderen Sprachen, Diskurswörterbücher Schulddiskurs 1945-55 und Protestdiskurs 1967/68).

Beteiligte Projekte:

Lexikalische Syntagmatik

Leitung: Prof. Dr. Stefan Engelberg

Im Programmbereich „Lexikalische Syntagmatik“ werden auf der Basis großer Korpora und unter Einbeziehung quantitativer Methoden lexikalische Phänomene untersucht, die durch syntagmatische Komplexität gekennzeichnet sind. Gegenwärtig liegt der Fokus auf Argumentstrukturen, usuellen Wortverbindungen, Redeeinleitungen und Komposita. Neben der empirischen Ermittlung, der Analyse und der Beschreibung dieser Phänomene liegt der theoretische Schwerpunkt des Programmbereichs auf der Ausarbeitung des Konzepts lexikalischer Muster, die als semiabstrakte, produktive und koerzive Schemata dynamische Prozesse im Lexikon steuern. Sprachdokumentarische Ergebnisse der Arbeit werden in den Portalen des Programmbereichs Lexik empirisch und digital publiziert.

Beteiligte Projekte:

Lexik empirisch und digital

Leitung: Prof. Dr. Carolin Müller-Spitzer

Der Programmbereich verfolgt die drei wesentlichen Ziele, a) mit den im Programmbereich gebündelten empirisch-methodischen Kompetenzen eigene Forschungsschwerpunkte in der quantitativen Linguistik, in der Genderlinguistik und in der Erforschung der Benutzung lexikalisch-lexikografischer Ressourcen zu setzen, b) die Projekte in der Abteilung in der empirischen Erarbeitung bzw. Erhebung, Auswertung und Visualisierung ihrer Forschungsdaten zu unterstützen und die Forschungsergebnisse der Abteilung in öffentlich nutzbare digitale Anwendungen (v.a. OWID, OWIDplus, Projekt "Computerlexikographie" sowie "Lehnwortportal") zu integrieren und c) im Netzwerk-Projekt den inhaltlichen Schwerpunkt der Abteilung zur „Dynamik des Lexikons“ zu koordinieren und dazugehörige Studien zu initiieren.

Beteiligte Projekte:

Kontakt

Prof. Dr. Stefan Engelberg

Leibniz-Institut für Deutsche Sprache
R 5, 6-13, Büro 2.01
D-68161 Mannheim

E-Mail: engelberg(at)ids-mannheim.de

Tel.: +49 621 / 1581 – 221
Fax: +49 621 / 1581 – 200

Abteilungsteam

Kontakt

Leibniz-Institut für Deutsche Sprache
R 5, 6-13
D-68161 Mannheim

Postanschrift:
Postfach 10 16 21
D-68016 Mannheim

Tel.: +49 621 1581-0
Fax: +49 621 1581-200

Programmbereich Lexikographie und Sprachdokumentation:
Dr. Annette Klosa-Kückelhaus

Programmbereich Lexikalische Syntagmatik:
Prof. Dr. Stefan Engelberg

Programmbereich Lexik empirisch und digital:
Prof. Dr. Carolin Müller-Spitzer

Aus der Lexik

Aktuelles

Petra Storjohann ist neue Herausgeberin der Reihe „Literaturhinweise zur Linguistik“ (LizuLi).

Mark Dang-Anh wurde in den wissenschaftlichen Beirat des Fachinformationsdienstes (FID) Linguistik berufen.

Am Freitag, 25. Juni 2021, wird der Online-Workshop Sprache und Kolonialismus - Einblick in die aktuelle Forschung am IDS stattfinden (Organisation: Stefan Engelberg). Weiterführende Informationen dazu finden Sie hier.

Am 1. Januar nahm das Projekt Lexikalische Dynamik deutschsprachiger Varietäten im Kontakt im Programmbereich Lexikalische Syntagmatik seine Arbeit auf, das von Doris Stolberg geleitet wird.

Am 1. Januar nahm auch das Projekt Wörter, Medien und Gesellschaft seine Arbeit auf, das von Mark Dang-Anh geleitet wird.

Das Projekt Sprachliche Sozialgeschichte 1933 bis 1945 unter der Leitung von Heidrun Kämper wurde im Jahr 2021 abgeschlossen. Die zweibändige Abschlusspublikation erscheint voraussichtlich 2022 bei Vandenhoeck & Ruprecht.

Im Dezember wurde das Paronymwörterbuch mit 375 Einträgen abgeschlossen. Es enthält größtenteils Paronympaare, aber es gibt auch zahlreiche Gruppen von drei oder vier Paronymen, die kontrastiv in ihrem aktuellen Sprachgebrauch beschrieben werden.

Am 9. und 10. Dezember fand die Online-Tagung Politisches Postionieren. Sprachliche und soziale Praktiken statt, die durch die Heidelberger Akademie der Wissenschaften gefördert wurde (Organisation: Mark Dang-Anh). Die Beiträge sind bis Ende März 2022 nach Anmeldung hier einzusehen.

Neu erschienen: Dang-Anh, Mark; Meer, Dorothee; Wyss, Eva L. (Hg.) (2022): Protest, Protestieren, Protestkommunikation. Berlin: De Gruyter (Linguistik – Impulse & Tendenzen, 97).

Im März nimmt das neue Projekt Politisch-soziale Grundbegriffe großer Reichweite und Dauer seine Arbeit auf, das von Mark Dang-Anh geleitet wird.