Abteilung

Lexik

© Andreas Scholz, www.a-shots.de

Forschungsgegenstand der Abteilung "Lexik" ist der lexikalische Bestand des Deutschen der Gegenwart und seiner jüngeren Geschichte. Er wird auf der Basis umfänglicher empirischer, meist korpuslinguistischer Erhebungen analysiert und beschrieben sowie zum Gegenstand linguistischer Theoriebildung gemacht. Die Forschung findet in den drei Programmbereichen Lexikographie und Sprachdokumentation, Lexikalische Syntagmatik und Lexik empirisch und digital statt. Das abteilungsübergreifend angelegte Netzwerk zur „Dynamik des Lexikons“ (angesiedelt im PB „Lexik empirisch und digital“) ergänzt die Arbeiten der einzelnen Programmbereiche.

Programmbereiche

Lexikographie und Sprachdokumentation

Leitung: Dr. Annette Klosa-Kückelhaus

Im Programmbereich "Lexikographie und Sprachdokumentation" sind solche Projekte der Abteilung Lexik zusammengefasst, die Sprachdokumentationen primär in Form elektronischer Wörterbücher in den Portalen des Programmbereichs Lexik empirisch und digital (OWID, OWIDplus, Lehnwortportal), aber auch in gedruckter Form der (Fach-)Öffentlichkeit zur Verfügung stellen. Die Projekte betreiben dabei auch lexikologische und metalexikographische Forschung. Im Zentrum stehen Wörterbücher, die korpusbasiert zu ausgewählten Wortschatzbereichen des Gegenwartsdeutschen erstellt werden (Paronymwörterbuch, Neologismenwörterbuch und in Kooperation mit der Abteilung Pragmatik das Wörterbuch des gesprochenen Deutsch). Des Weiteren werden lexikographische Ressourcen zum lexikalischen Sprachkontakt und zur jüngeren Sprachgeschichte bereitgestellt (Fremdwörterbuch, Deutsche Lehnwörter in anderen Sprachen, Diskurswörterbücher Schulddiskurs 1945-55 und Protestdiskurs 1967/68).

Beteiligte Projekte:

Lexikalische Syntagmatik

Leitung: Prof. Dr. Stefan Engelberg

Im Programmbereich „Lexikalische Syntagmatik“ werden auf der Basis großer Korpora und unter Einbeziehung quantitativer Methoden lexikalische Phänomene untersucht, die durch syntagmatische Komplexität gekennzeichnet sind. Gegenwärtig liegt der Fokus auf Argumentstrukturen, usuellen Wortverbindungen, Redeeinleitungen und Komposita. Neben der empirischen Ermittlung, der Analyse und der Beschreibung dieser Phänomene liegt der theoretische Schwerpunkt des Programmbereichs auf der Ausarbeitung des Konzepts lexikalischer Muster, die als semiabstrakte, produktive und koerzive Schemata dynamische Prozesse im Lexikon steuern. Sprachdokumentarische Ergebnisse der Arbeit werden in den Portalen des Programmbereichs Lexik empirisch und digital publiziert.

Beteiligte Projekte:

Lexik empirisch und digital

Leitung: Prof. Dr. Carolin Müller-Spitzer

Der Programmbereich verfolgt die drei wesentlichen Ziele, a) mit den im Programmbereich gebündelten empirisch-methodischen Kompetenzen eigene Forschungsschwerpunkte in der quantitativen Linguistik, in der Genderlinguistik und in der Erforschung der Benutzung lexikalisch-lexikografischer Ressourcen zu setzen, b) die Projekte in der Abteilung in der empirischen Erarbeitung bzw. Erhebung, Auswertung und Visualisierung ihrer Forschungsdaten zu unterstützen und die Forschungsergebnisse der Abteilung in öffentlich nutzbare digitale Anwendungen (v.a. OWID, OWIDplus, Projekt "Computerlexikographie" sowie "Lehnwortportal") zu integrieren und c) im Netzwerk-Projekt den inhaltlichen Schwerpunkt der Abteilung zur „Dynamik des Lexikons“ zu koordinieren und dazugehörige Studien zu initiieren.

Beteiligte Projekte:

Kontakt

Prof. Dr. Stefan Engelberg

Leibniz-Institut für Deutsche Sprache
R 5, 6-13, Büro 2.01
D-68161 Mannheim

E-Mail: engelberg(at)ids-mannheim.de

Tel.: +49 621 / 1581 – 221
Fax: +49 621 / 1581 – 200

Abteilungsteam

Kontakt

Leibniz-Institut für Deutsche Sprache
R 5, 6-13
D-68161 Mannheim

Postanschrift:
Postfach 10 16 21
D-68016 Mannheim

Tel.: +49 621 1581-0
Fax: +49 621 1581-200

Programmbereich Lexikographie und Sprachdokumentation:
Dr. Annette Klosa-Kückelhaus

Programmbereich Lexikalische Syntagmatik:
Prof. Dr. Stefan Engelberg

Programmbereich Lexik empirisch und digital:
Prof. Dr. Carolin Müller-Spitzer

Aus der Lexik

Aktuelles

Neu erschienen: Stefanie Reckenthäler (2020), Wortbildung korpuslinguistisch betrachtet. Eine empirische Untersuchung possessiver und privativer komplexer Adjektive (= Amades 57). Mannheim: Leibniz-Institut für Deutsche Sprache. Diese Studie wurde im Rahmen des Projekts Paronymwörterbuch betreut.

Am 17. und 18. 2. 2020 findet im IDS ein Workshop zum Thema "Komposita" statt. Organisation: Stefan Engelberg und Katrin Hein.

Im Neologismenwörterbuch wurden erste Kurzartikel freigeschaltet, sowie die Liste der Wörter, die unter Beobachtung stehen, also ggf. irgendwann Stichwörter im Neologismenwörterbuch werden.

Das Projekt „Neuer Wortschatz“ veröffentlicht eine fortwährend aktualisierte Liste mit Aktuellem Wortschatz rund um die Coronapandemie im Neologismenwörterbuch. Außerdem publiziert das Projekt unter Aktuelle Stellungnahmen zur Sprache in der Coronakrise einige kleinere Texte zum Corona-Wortschatz.

In OWIDplus veröffentlicht der Programmbereich Lexik empirisch & digital die neue Ressource cOWIDplus. Mit dieser Ressource wird kontinuierlich der Frage nachgegangen, welche Auswirkungen die Corona-Krise auf den Wortschatz in ausgewählten deutschsprachigen Presse-Meldungen hat.

Edeltraud Winkler, Mitarbeiterin in der Abteilung Lexik seit 1992, ist am 1. August 2020 in den Ruhestand gegangen. Nach ihrer Beschäftigung am Zentralinstitut für Sprachwissenschaft in Berlin war sie am IDS zunächst am Projekt Handbuch deutscher Kommunikationsverben und anschließend sowohl am IDS-Projekt Verben und Argumentstrukturen als auch am Kooperationsprojekt Eingebettete komplexe Prädikationen des IDS mit der Universität Bukarest beteiligt.

Vom 12. – 16 Juli 2022 wird der XX. EURALEX International Congress in Mannheim stattfinden (Organisationskomitee: Annette Klosa-Kückelhaus, Christine Möhrs, Petra Storjohann und Stefan Engelberg), wie nun offiziell verkündet wurde. Ein Präsentationsvideo hierzu finden Sie hier.

Seit 1. 11. verstärkt Jan Oliver Rüdiger das Projekt Computerlexikographie/OWID.

Neu erschienen: Dang-Anh, Mark (2020): Excluding Agency: Infrastructural and Interactional Practices of Exclusion in the National Socialist Dispositif of Field Post. In: M/C Journal 23 (6). https://doi.org/10.5204/mcj.2725.

Am 1. 12. 2020 übernimmt Dominik Brückner die Leitung des Deutschen Fremdwörterbuchs.

Petra Storjohann ist neue Herausgeberin der Reihe „Literaturhinweise zur Linguistik“ (LizuLi).

Mark Dang-Anh wurde in den wissenschaftlichen Beirat des Fachinformationsdienstes (FID) Linguistik berufen.