Handbuch der deutschen Konnektoren


Projektphase 1: Syntax der Konnektoren

(abgeschlossen 2003)
Eine erste Projektphase war der Syntax der Konnektoren gewidmet und wurde mit der Veröffentlichung des ersten Bands des Handbuchs der Konnektoren (= Pasch/Brauße/Breindl/Waßner 2003) abgeschlossen. Es wurden die für die syntaktische Beschreibung und Klassifikation grundlegenden syntaktischen, semantischen und informationsstrukturellen Konzepte dargelegt und eine syntaktische Subklassifikation vorgestellt, die auf den Kriterien Stellung des Konnektors und Auswirkungen des Konnektors auf die Form seiner Konnekte basiert. Dadurch ergibt sich eine Grobeinteilung in die zwei Hauptklassen "nicht in eines ihrer Konnekte integrierbare Konnektoren" – sie umfassen mit einigen Modifikationen im Wesentlichen den traditionell als Konjunktionen bezeichneten Bestand – und "konnektintegrierbare Konnektoren", das sind die Adverbien und Partikeln. Diese beiden Klassen wurden nach den genannten Kriterien wie folgt in insgesamt sieben Klassen untergliedert: Nicht konnektintegrierbare Konnektoren (konjunktionale Konnektoren):
  • Konjunktoren: und, oder, sowie, das heißt
  • Subjunktoren: falls, obwohl, wenn, weil
  • Postponierer: sodass, umso mehr als, wohingegen, woraufhin, zumal
  • Verbzweitsatz-Einbetter: vorausgesetzt, angenommen, gesetzt den Fall
Konnektintegrierbare Konnektoren (Adverbkonnektoren):
  • nicht positionsbeschränkte Adverbkonnektoren: allerdings, dagegen, indessen, schließlich, zum Beispiel
  • nicht nacherstfähige Adverbkonnektoren: andernfalls, anstatt dessen, folglich, nichtsdestominder, sowieso
  • nicht vorfeldfähige Adverbkonnektoren: aber, allein, doch, eh, sogar, zumal
Einige Konnektoren, die keinen der Kriteriensätze für eine dieser syntaktischen Klassen vollständig erfüllen, wurden als "Einzelgänger" separat beschrieben und keiner Klasse zugeordnet.

Die erste Projektphase des Handbuchs der deutschen Konnektoren wurde von Renate Pasch geleitet. Ende Juli 2004 trat Renate Pasch in den Ruhestand. Aus diesem Anlass veranstalteten ihre Mitarbeiter am 21. Juni 2004 ein sprachwissenschaftliches Kolloquium zu Themen, über die Renate Pasch geforscht hat.
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