Handbuch der deutschen Konnektoren


Projektbegründung, Nutzerbestimmung

Die Konnektoren des Deutschen sind in Grammatiken und Wörterbüchern bisher nur sehr unzureichend und eher unsystematisch beschrieben worden. Erst recht gibt es keine integrative Gesamtdarstellung. Ein Handbuch, das Ausdrücke unter dem funktionalen Gesichtspunkt der Satzverknüpfung systematisiert, ist jedoch nicht nur ein reines Forschungsdesiderat. Konnektive Einheiten mit ihren spezifischen Gebrauchsbedingungen sind im Hinblick auf das Verfassen und Verstehen von Texten sowohl aus der muttersprachlichen Perspektive als auch aus der Perspektive von Deutsch als Fremdsprache von besonderer Relevanz. Das Handbuch wendet sich an germanistische Sprachwissenschaftler, aber auch an Linguisten anderer Philologien und Typologen. In seiner anwendungsorientierten Perspektive richtet es sich an Lexikographen, an Lehrbuch­autoren für Deutsch als Mutter- und Fremdsprache, an Computerlinguisten und Sprachtechnologen. Vermittelt über die entsprechenden Teile des Grammatischen Informationssystems GRAMMIS sollen die Projektergebnisse auch für Lehrer und Lerner (DaM, DaF) sowie für Vertreter sprachintensiver Berufe nutzbar sein. Im Rahmen des von der DFG-geförderten Gemeinschaftsprojekts (2007-2009) mit dem Institut für Computerlinguistik der Universität Potsdam "Kausale Kohärenz" wurde eine Nutzung von Projektergebnissen für die Zwecke der automatischen Sprachverarbeitung erzielt.