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E) Zeichensetzung

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Auch der Bereich der Zeichensetzung war im amtlichen Regelwerk von 1901/1902 nicht geregelt. Gegenüber der bisherigen Duden-Regelung gibt es Vereinfachungen beim Komma vor und oder oder sowie in Verbindung mit Infinitiv- und Partizipgruppen. Dem Schreibenden wird hier größere Freiheit eingeräumt. Dadurch hat er mehr Möglichkeiten, dem Lesenden die Gliederung zu verdeutlichen und das Verstehen zu erleichtern.

Mit und oder oder verbundene Hauptsätze müssen nicht mehr durch ein Komma getrennt werden.

alte Schreibung               neue Schreibung
Der Schnee schmolz dahin,     Der Schnee schmolz dahin
und bald ließen sich die      und bald ließen sich die
ersten Blumen sehen, und      ersten Blumen sehen und
die Vögel stimmten ihr Lied   die Vögel stimmten ihr Lied
an.                           an.

Bei Infinitiv- oder Partizipgruppen wird ein Komma nur noch gesetzt, wenn sie durch eine hinweisende Wortgruppe angekündigt (1) oder wieder aufgenommen werden (2) oder wenn sie aus der üblichen Satzstruktur herausfallen (3):

(1) Darüber, bald zu einem Erfolg zu kommen, dachte sie lange nach.
(2) Bald zu einem Erfolg zu kommen, das war ihr sehnlichster Wunsch.
(3) Sie, um bald zu einem Erfolg zu kommen, schritt alsbald zur Tat.

Zweckmäßig ist es, ein Komma zu setzen, wenn dadurch die Gliederung des Satzes verdeutlicht wird oder ein Missverständnis ausgeschlossen werden kann: Sie begegnete ihrem Trainer(,) und dessen Mannschaft musste lange auf ihn warten. Ich rate(,) ihm(,) zu helfen.

Alle anderen Regeln für die Zeichensetzung bei diesen Gruppen entfallen.

Anmerkung der WWW-Redaktion: Ausführliche Informationen zur Zeichensetzung enthält das entsprechende Kapitel der Hypertextversion des amtlichen Regelwerks. [Pfote]

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