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Das Korpus "Deutsch heute" im Projekt "Variation des gesprochenen Deutsch"

Forschungsfragen
Erhebungsraum
Aufbereitung und Auswertung
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[neu!] Ratespiel Hör mal, wo der spricht [neu!]

Forschungsfragen

Die letzte umfangreiche Studie zur Variation der gesprochenen Standardsprache liegt 30 Jahre zurück und betraf nur die alten Bundesländer der BRD (König 1989). Seitdem haben sich der Sprachgebrauch und die Spracheinstellungen, vor allem durch den Einfluss der Medien und die zunehmende Mobilität der Bevölkerung, deutlich gewandelt. Um aktuelle Daten zur sprachlichen Variation in der gesprochenen deutschen Standardsprache im ganzen deutschsprachigen Raum zu dokumentieren und zu beschreiben, wurde von Ende 2006 bis Anfang 2009 im Projekt "Variation des gesprochenen Deutsch" das Sprachkorpus "Deutsch heute" erhoben.
Damit soll ein Beitrag zur Klärung der folgenden Forschungsfragen geleistet werden:

  • Wie wird heute im deutschsprachigen Raum Standardsprache gesprochen?
  • Ist die Standardsprache, die wir tagtäglich um uns herum hören, immer noch regional differenziert oder hat sich bereits eine überregionale einheitliche Standardsprache herausgebildet?
  • Wie ist die gesprochene Standardsprache in den verschiedenen deutschsprachigen Ländern und Regionen ausgeprägt?
  • Welche Unterschiede zeigen sich beim Vergleich zwischen Vorlese- und Spontansprache?
  • Entspricht die deutsche Sprache, wie sie in Grammatiken und Wörterbüchern beschrieben ist, eigentlich der gesprochenen Realität?

Erhebungsraum

Erhebungsorte (zum Vergrößern die Karte bitte anklicken)
(zum Vergrößern bitte anklicken)

Aufnahmen wurden an insgesamt 192 Orten im gesamten Gebiet, in dem Deutsch Staats- oder Amtssprache ist, durchgeführt, d.h. in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie in Liechtenstein, Luxemburg, Ostbelgien und Südtirol. Die Festlegung der Erhebungsorte geschah anhand verschiedener Kriterien. Wichtig waren besonders

  • die gleichmäßige Verteilung über das deutsche Sprachgebiet zur Erfassung aller großen Sprach- und Dialektregionen,
  • der Einschluss von wichtigen Bevölkerungszentren (Großstädte), weil dort in der Regel der jeweils modernste Sprachstand herrscht und von dort sprachlich auf das Umland ausstrahlt,
  • die Auswahl derselben Orte, an denen bereits in einer vergleichbaren Vorgängerstudie auf dem Gebiet der alten Bundesländer der BRD Sprachdaten erhoben wurden (König 1989).

Aufbereitung und Auswertung

Die erhobenen Sprachdaten werden in mehreren Schritten aufbereitet und ausgewertet
  1. Tonschnitt
  2. orthographische Verschriftung und Text-Ton-Synchronisation
  3. phonetische Transkription und signalphonetische Analyse
  4. Visualisierung der Ergebnisse mittels kommentierter Sprachkarten
  5. Veröffentlichung der Projektergebnisse (inkl. Tonbeispielen) online in einem Wiki-System

ProjektmitarbeiterInnen

Wissenschaftler

Studentische Hilfskräfte:
  • Bistra Angelova
  • Julia Biermann
  • Fabian Brackhane
  • Kunduz Duyshenova
  • Amin Kiem
  • Beate Rühle
  • Irmela Wagner
Ehemalige Mitarbeiter und Hilfskräfte:
  • Aglika Alexandrova
  • Prof. Dr. Nina Berend
  • Dipl.-Ling. Caren Brinckmann M.A.
  • Inga Engels
  • Marc Federmeyer
  • Maria Fix
  • Isabel Klempa
  • Vesselin Mihaylov
  • Martina Neffgen
  • Inna Nickel
  • Carina Pfeiffer
  • Arve von Prondzynski
  • Judith Rastätter
  • Carolin Walter
  • Katharina Wäschle
  • Dr. Bernadette Wecker

Teilnehmer
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Kontakt

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