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Silke Dormeier
(Universität zu Köln, Erziehungswissenschaftliche Fakultät, Lehrstuhl für Empirische Sprachdidaktik)

"Text-Häppchen" und "Info-Brei" - Welchen Beitrag leisten stilistische Mittel zur Verständlichkeit populärwissenschaftlicher Informationstexte?

Abstract

Populärwissenschaftliche Informationstexte sind seit Jahren ein von der Öffentlichkeit akzeptierter und honorierter Bestandteil der Wissenschaftsberichterstattung in den Massenmedien. Im Rahmen ihrer Vermittlung treten besonders zwei Schlagworte hervor: Verständlichkeit und Anschaulichkeit.

Die "Visualisierung" darf sich dabei nicht nur auf konkrete Darstellungen (Diagramme, Zeichnungen, etc.) beschränken, sondern geeignete Sprachbilder sollen das "innere Auge" des Rezipienten ansprechen (Metaphern, Vergleiche und Beispiele). Allerdings darf in keinem Fall die Popularisierung der Sachverhalte so weit gehen, dass "falsche Bilder" im Gedächtnis bleiben, denn das Halbverstandene und Halberfahrene ist, wie Adorno es nannte, nicht die Vorstufe der Bildung, sondern ihr Todfeind.

Daher stellt sich die Frage, inwiefern stilistische Mittel die Verständlichkeit der Texte unterstützen bzw. erhöhen. Der Untersuchungsrahmen berücksichtigt linguistische, journalistische, sprachdidaktische und psychologische Aspekte. Artikel aus populärwissenschaftlichen Zeitschriften bilden die empirische Grundlage zur Bewertung stilistischer Mittel und ihre Auswirkung auf die Verständlichkeit.