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Freundeskreis

Peter-Roschy-Preis

[Peter Roschy]
Peter Roschy

Peter Roschy verstarb im Juni 2012 im Alter von 72 Jahren. Von 1991 bis zu seinem Tod war er Vorsitzender des Vereins der Freunde des Instituts für Deutsche Sprache. Er engagierte sich für das IDS in hohem Maße. Dank seines unermüdlichen Einsatzes warb er erfolgreich Spendengelder ein. Dadurch wurde eine solide Basis dafür geschaffen, dass mit Hilfe des Freundeskreises Jahrestagungen umrahmt, Ausstellungen veranstaltet und ausländische Gäste betreut werden konnten und können.

Seit 2017 wird vom "Verein der Freunde des Instituts für Deutsche Sprache " ein Preis für eine herausragende Dissertation verliehen, die am IDS oder in seinem Umfeld entstanden ist. Benannt ist der Preis nach dem langjährigen ehemaligen Vorsitzenden des Freundeskreises, Peter Roschy, der sich mit hohem persönlichen Engagement für das Institut eingesetzt hat. Der Preis stellt eine Anerkennung für eine besondere Leistung in dieser frühen Phase einer wissenschaftlichen Laufbahn dar und gibt dem Institut für Deutsche Sprache die Möglichkeit, in seiner Nachwuchsförderung einen außerordentlichen Akzent zu setzen. Als fachliche Jury für die Auswahl der Preisträgerinnen und Preisträger fungiert der Wissenschaftliche Beirat des IDS. Vorschläge können von den Betreuerinnen und Betreuern der Promovierenden eingereicht werden. Der Preis ist mit EUR 1.500 dotiert und wird alle drei Jahre vergeben.

[Peter-Roschy-Preis]
Ludwig M. Eichinger, Julia Kaiser und Bernhard Jorek
(Vorsitzender des Vereins der Freunde des IDS) (v.l.n.r.)

Erste Preisträgerin ist Julia Kaiser, die seit 2012 im Projekt "Verbkomplemente im gesprochenen Deutsch" in der Abteilung Pragmatik gearbeitet hat. Auch ihre Promotion stammt aus diesem thematischen Umfeld, und beschäftigt sich mit einer in den Grammatiken der geschriebenen Sprache nur am Rande vorkommenden Verwendung von Modalverben, nämlich ihrem absoluten Gebrauch. Er spielt in gesprochener Sprache eine wichtigere Rolle - und nicht nur in festen Wendungen vom Typ "Was soll's". In der Arbeit werden die Verbreitung und Funktion solcher Verwendungen in der Interaktion anhand von Daten aus dem Gesprächskorpus FOLK des IDS beschrieben. Und so lautet denn auch die Arbeit, die voraussichtlich im September 2017 im Winter Verlag erscheinen wird: "Absolute" Verwendungen von Modalverben im gesprochenen Deutsch. Eine interaktionslinguistische Untersuchung.