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Öffentlichkeitsarbeit

Die Bibliothek des IDS

Es ist keine Übertreibung zu sagen, daß das IDS heute über die reichhaltigste Sammlung von Buchpublikationen zur deutschen Sprache und insbesondere Gegenwartssprache verfügt, die in den vergangenen 30 Jahren erschienen und die zudem an einem Ort in einer Freihandaufstellung direkt und unmittelbar zugänglich sind.

Der Aufbau der Bibliothek wurde 1964 durch eine finanzielle Starthilfe der Thyssen-Stiftung ermöglicht. Es wurden damals neben neueren Publikationen auch Zeitschriften mit teilweiser Rückergänzung von Jahrgängen bis 1950 erworben. Durch den Kauf der großen Privatbibliothek des Germanisten Otto Basler (Erstausgaben von einsprachigen deutschen Wörterbüchern, wichtige Grundlagenliteratur) im Jahre 1971 wurde die Sammlung qualitativ und quantitativ erweitert, wodurch die Bestände allmählich das Aussehen einer durch jahrzehntelanges Sammeln gewachsenen Bibliothek annahmen.

Der heutige Bestand der IDS-Bibliothek umfaßt mehr als 70 000 Bände und ca. 200 laufende Zeitschriften als Präsenzbibliothek in Freihandaufstellung. Zentrale Sammelgebiete sind alle Teilbereiche der gegenwärtigen germanistischen Sprachwissenschaft.

Schwerpunkte haben sich seit der Gründung des Instituts durch wichtige längerfristige Forschungsvorhaben ergeben, so daß z.B. die Sammlungen von Wörterbüchern (auch mehrsprachigen), Enzyklopädien und Grammatiken besonders gut ausgebaut sind. Die IDS-Bibliothek bemüht sich darüber hinaus, schwer zugängliche Fachliteratur und sogenannte "graue Literatur" (die in keinem Verlag publiziert wurde) verfügbar zu machen.

Der Zugriff auf die Bestände der IDS-Bibliothek erfolgt (in traditioneller Weise) durch einen alphabetischen Autorenkatalog sowie durch einen systematischen Katalog. Seit 1993 werden die Neuerwerbungen und - soweit möglich - die Altbestände mit BISLOK verwaltet.

Wegen des notwendigen Präsenzcharakters ist die IDS-Bibliothek nicht dem Fernleihsystem der Universitäten angeschlossen. Aber natürlich gibt es eine Kooperation mit den einschlägigen Seminar- und Universitätsbibliotheken, vor allem mit den Universitäten der Region (Mannheim und Heidelberg), deren Studierende die IDS-Bibliothek auch regelmäßig nutzen.

(stark gekürzte Fassung des Beitrags "Die Bibliothek des Instituts für Deutsche Sprache (Juli 1995)" von Eva Teubert aus dem SPRACHREPORT 3/95, S. 5 - 6).