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Ungeduld.

Arbeiten mit Papier

Zwölf Künstler zeigen Arbeiten zum Thema Papier im Institut für Deutsche Sprache

Das IDS mit seinen hellen Räumen und dem angenehmen Ambiente ist nun schon eine geraume Zeit eine gute Adresse für Künstler, ihre Werke zu präsentieren. Besonders reizvoll ist der Kontext "Sprache" - ihre Erforschung und im weitesten Sinne die Ergründung und Wertschätzung der Kommunikation.

Aber wie war das doch noch gleich mit dem Blatt Papier, das geduldig auf den Schreibenden oder Zeichnenden wartet, bis Sinn- und Gehaltvolles das monochrome Weiß verdrängt?

[New York Telephone]
Legende: "New York Telephone", Günter Karl, 2005

Im IDS zeigen 12 Künstler aus dem Bezirksverband Bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK) Mannheim, wie es aussieht, wenn das Papier nicht wartet, sondern selbst sprechen darf: Knittern, reißen, kleben, falten, schneiden - der ansonsten so geduldige und stille Informationsträger kann völlig eigenständig auftreten, sich mit anderen Materialien verbinden, und trotzdem noch die Hauptrolle spielen. Er kann Aussagen treffen und durch seine Formen sowohl den fragilen Pinselstrich als auch die Farbfläche ersetzen. Besonders reizvoll wird es, wenn das Papier Volumen bekommt, zu Objekten und Plastiken heranwächst und Stabilität und Robustheit vermittelt.

Die zwölf Künstler aus dem BBK beschäftigen sich zum Teil seit Jahren mit dem Papier per se als Gestaltungsmittel. Die Künstler sind: Uta Dorra, Gerda Eschenbacher, Jörg Fischer, Alexander Horn, Günter Karl, Norbert Nüssle, Sonja Scherer, Richard Schimanski, Bernd Schweiger, Walter Stallwitz, Tina Stolt, Motz Tietze.